DIY Nachttischlampe und Wake-Up Light

Nach dem Bericht zum Gitarrenbausatz von Rocktile war es nun höchste Zeit für den nächsten DYI (Do It Yorself) Beitrag. In Sachen Musikbeschallung haben wir mit Sonos sehr gute Erfahrungen gemacht und möchten das System nicht mehr missen. Jetzt stand der nächste Schritt in Sachen Home-Automation an: die Beleuchtung. Nach der Lektüre verschiedener Berichte fiel die Wahl auf Philips Hue.

20150419-DSC_7862Anlass der Überlegung waren interessanterweise auch zwei Philips Produkte, die wir schon seit mehreren Jahren im Einsatz hatten – oder eben nicht mehr. Zum einen Philips Living Colors, zum anderen Philips Wake Up Light. Beides seinerzeit recht Preisintensiv und beides nach längerer Nutzung irgendwann in der Bedeutungslosigkeit versunken. Beim Philips Living Colors, weil die Fernbedienung zum Steuern der Lampe gefühlt immer dann, wenn man sie einmal verwenden will, leer ist. Beim Wake Up Light, weil das Radio und die alternativen Wecktöne richtig schlecht sind und die Uhr ständig korrigiert werden muss. Außerdem will man ja am Wochenende zu anderen Zeiten geweckt werden als in der Woche (was Sonos und Philips Hue mit links können).
Kurzum: Living Colors und Wake-Up Light warten inzwischen auf den Verkauf.

Das Living Colors wurde recht unspektakulär durch ein Philips Hue in einem runden Milchglasschirm vom lokalen Baumarkt des Vertrauens ersetzt. Das Wake-Up Light wurde durch eine etwas aufwändigere Eigenkreation ersetzt.

Auf der Suche nach passenden Lampenfassungen beim 20150419-DSC_7864örtlichen Lampenfachgeschäft wurde schnell klar – die E27 Fassung ist out. Moderne Lampen gibt es nur noch mit speziellen schon verbauten LED Leuchtmitteln. E27 Fassungen gab es dort nur noch in verspielten Nachtlampen fürs Kinderzimmer.
Auf dem Weg zurück fanden wir zufällig ein schönes Teelicht-Glas und die Idee, etwas Eigenes zu kreieren war geboren.

Beides ist bei mir zum Glück gegeben, also flugs beim Online-Buchhändler des Vertrauens die zusätzlichen Einzelteile beschafft und losgelegt. Als da wären: umflochtenes Kabel, eine verchromte Lampenfassung, ein Set verschiedener Gläserdeckel und der Stecker vom Baumarkt.

20150419-DSC_7904Der kniffligste Teil war tatsächlich der Deckel, der das Glas abschließen und die Lampenfassung halten sollte. Offenbar handelt es sich um eine extrem seltene Größe. Im 21’er Deckelsortiment hat genau diese Größe gefehlt, im Supermarkt gab es ein einzigen Produkt mit der richtigen Größe, allerdings nicht in weiß sondern grün und bedruckt.

Jetzt kann es an die Montage gehen. Dank der leitenden Lampenfassung muss die Installation mit Schutzleiter ausgeführt werden. Der Schutzleiter muss im Worst Case als letztes aus dem Stecker/der Fassung herausgerissen werden. Das muss man aber nicht selbst beim Abisolieren beachten sondern wird dadurch erreicht, dass im Stecker und der Fassung die Anschlüsse für den Schutzleiter etwas weiter vorstehen.

Ansonsten gilt es noch zu beachten, dass eine Litze in einer Schraubverbindung mit einer Aderendhülse versehen sein muss. Dafür braucht man neben den Aderendhülsen eine Crimpzange. Nur verdrillt reicht nicht, Verlöten macht es fast noch schlimmer.

Die Öffnung für die Lampenfassung im Deckel war mit Laubsäge und Dremel-Klon relativ schnell gemacht.

Jetzt nur noch alles zusammengesetzt und fertig ist das programmierbare Wake-Up Light mit Philips Hue!

Als Fortsetzung bietet sich ggf. noch eine Idee an um das Glas undurchsichtig (wie Milchglas) zu machen, so dass man nicht mehr den Leuchtkörper sieht, sondern das gesamte Glas leuchtet.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Kommentar verfassen